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Haus Riswick
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Negative RNB bei Milchkühen, 2. Versuch

Kühe am Fressgitter

In dem vorhergehenden Versuch (Negative RNB bei Milchkühen, 1. Versuch) bestanden keine Leistungsdifferenzen zwischen einer leicht positiven und einer negativen RNB-Versorgung in Höhe von -14 g N je Kuh und Tag. Welchen Einfluss hat eine stark negative RNB bei bedarfsgerechter nXP-Versorgung auf die Leistung?

Wie sind die Effekte der negativen RNB ökologisch und ökonomisch zu bewerten?

  

Hypothesen:

Bei bedarfsgerechter nXP-Versorgung können die Kühe die negative RNB über den ruminohepatischen Kreislauf ausgleichen. Durch die negative RNB sinkt der Harnstoffanfall mit dem Harn überproportional, was zu einer starken Absenkung der NH3-Emmissionen führt.

Versuchsstart:

Dezember 2006

Versuchsende:

August 2007

Versuchsaufbau:

Fütterungsversuch mit 2 x 24 frischlaktierende Milchkühen

  • Gruppe 1: MLF mit -3,2 g RNB, 170 g nXP, 150 g XP und 7,1 MJ NEL/kg
  • Gruppe 2: MLF mit +6,4 g RNB, 172 g nXP, 210 g XP und 7,1 MJ NEL/kg

Die Herde wird in 2 vergleichbare Gruppen geteilt. Die Einteilung erfolgt nach folgenden Kriterien:

  • Laktationsnummer
  • Kalbedatum
  • Milchleistung
  • Lebendmasse bzw. BCS

Datenerfassung:

Grunddaten:

  • Futteraufnahme, täglich
  • Milchmenge, täglich
  • Milchinhaltstoffe, 14-tägig
  • Lebendmasse, alle 4 Wochen
    Rückenfettdicke, alle 4 Wochen
  • Kotproben: 2 x je Tier im Versuchablauf zur Anwendung der Kotstickstoffmethode
  • Harnproben: 2 x je Tier im Laufe des Versuchs;
  1. Probe vom 30. bis 60. Laktationstag
  2. Probe vom 80. bis 110. Laktationstag

N-Bestimmung und Fraktionierung

Futteranalysen:

  • MLF ein Liefertermin: VQ an Hammeln, chem. Fraktionierung und erweiterter HFT zur Abschätzung von UDP (Uni Bonn)
  • Proteinwerte in der Mischration soweit möglich;
  • Verdaulichkeitsmessung von TMR Rationen an 2 x 5 Hammeln im Laufe des Versuchs
  • Grobfutter: Einzelkomponenten
  • Mischfutter: Rohnährstoffe, Detergenzienfasern

Beteiligung:

  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Dr. Martin Pries, Hendrik van de Sand, Mathias Selders, Annette Menke
  • Uni Bonn, Institut für Tierwissenschaften, Abteilung Tierernährung, Prof. Dr. K.-H. Südekum

Die Arbeiten wurden finanziert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Landesinitiative des Landes NRW.